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Nachdem wir gerade erst gute Vorsätze fürs Neue Jahr gefasst haben (und teilweise wahrscheinlich schon wieder vergessen) kommt schon die nächste Gelegenheit der Besserung, die Fastenzeit.

Ich persönlich halte ja nicht viel von diesen fixen Terminen und auferlegten Zwängen, dennoch habe ich mir in letzter Zeit Gedanken gemacht, vor allem seit ich das Geschenk bekommen habe, vorerst nicht mehr einer Tagesbeschäftigung nachgehen zu müssen.

Was da an Newslettern und Werbebannern unterwegs ist. Kaum habe ich nach einem Urlaubsort gesucht, poppen schon die Fenster mit Hotels auf, sobald ich auch nur in die Nähe des Browsers gerate.

Und dann die täglichen Verlockungen von Schnäppchen, versandkostenfrei nur noch Heute, 20% für die Newsletter Anmeldung. Tchibo, Aldi, H&M, Stylefruits zeigen mir meinen Style (oder auch nicht) und dass ich eine neue Tasche brauche, wusste ich gar nicht.

Dann die ganzen abonnierten Yogaseiten. Blogger, Retreats, Workshops, Fortbildungen, tägliche Zitate, Mantras zum Glücklichsein und das Online-Training um endlich meinen Weg in die richtige Richtung zu gehen sollte ich auch noch schnell buchen.

Facebook, Instagram, nichts mehr verpassen, Konzerte, Veranstaltungen, die Welt ist so voll mit Events.

Ganz zu schweigen von den künstlerisch arrangierten Smoothie Bowls mit allerhand überlebensnotwendigem Powerfood, Samen, die vom anderen Ende der Welt eingeflogen werden um mein Immunsystem zu boosten. Wie schäbig ich mich da mit meinem Haferporridge fühle, ein paar getrocknete Aprikosen, ein Apfel reingerieben mit Honig aus der Region.  Schmeckt geil, aber sieht halt nach Kleister aus.

Puuuuh. Da braucht es sehr gute Nerven und ein Selbstwertgefühl, dass bis zum Himmel strahlt.

Ich habe beschlossen, irgendwann zwischen Neujahr und Fastenzeit, selbst zu entscheiden, wann ich neue Bettwäsche kaufe, nämlich wenn mir einfach mal danach ist oder ich die alte nicht mehr sehen kann.

Ich habe mich abgemeldet, von all diesen Newslettern (bis auf ein- zwei Ausnahmen) und es fühlt sich so frei an, so ruhig. Mein Leben ist ruhiger, ich habe überhaupt nicht das Gefühl, etwas zu verpassen, und ich möchte Dich ermutigen vielleicht auch mal hinzuspüren. Was brauche ich wirklich?

Täglich mal 10 Minuten in Ruhe hinsitzen, Atmen. Die Hand auf Dein Herz oder den Bauch legen und Dich selber spüren. Das ist es was wir brauchen.

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Aus der Mitte? Treat Your Buddha Belly – Tipps für eine gesunde Mitte

Kennst Du manchmal das Gefühl, dass Du Dich einfach nicht mehr wohlfühlst in Deiner Haut? Im wahrsten Sinne des Wortes. Augenringe werden stärker, kleine Pickelchen trüben das Hautbild? Aber auch so allgemein ein Gefühl der Unzufriedenheit, Trägheit. Manchmal auch die kleine wütende Faust im Bauch? Ein Stein, der dort offenbar liegt? Dinge schlagen dir auf den Magen? Völlegefühl nach dem Essen oder Du fühlst Dich aufgebläht?

Unser gesamtes Zentrum, die Mitte ist so vielschichtig und sensibel, dass es sich lohnt, ihm etwas mehr Liebe und Zuwendung zu schenken.

Im Yoga können wir gezielt mit kräftigenden oder entspannenden Übungen viel bewirken. Mit unserer Ernährung und Lebensgewohnheiten auch. Emotional betrachtet sitzt in der Mitte unser 3. Chakra, welches für Entscheidungsfreude, Mut und Selbstvertrauen steht. Ist es blockiert, fühlen wir uns oft müde, niedergeschlagen, unmotiviert.

Hier ein paar Tipps, die mich die letzten Wochen begleitet haben und aktuell auch Thema meiner Yogastunden sind.

Körperübungen für eine entspannte Mitte

Im Yoga können wir durch kräftigende, aber auch entspannende Übungen die Mitte einerseits stärken, aber auch dafür sorgen, dass sie sich entspannen kann. Nicht nur wir Frauen ziehen den ganzen Tag den Bauch ein, weil es besser aussieht. Auch die Männer stehen uns hier oft in nichts nach.
Beginne Deine  Yogaeinheit mit einer entspannenden, restorativen Übung,  atme einfach ganz entspannt in den Bauch hinein.

Restorative

Atmen

Spüre, wie sich die Bauchdecke hebt und senkt. Begleite den Atem bis zu seinem Ende hinter dem Bauchnabel und nimm die natürliche Pause wahr. Beobachte dann, wie die Einatmung einsetzt. Wenn Du die Ausatmung verlängerst, so dass sie ca doppelt so lang wie die Einatmung wird, beruhigt sich das zentrale Nervensystem. Die Übung eignet sich auch wunderbar abends zur Entspannung, wenn Du Mühe hast, in den Schlaf zu finden.

Wenn Du mit Pranayama-Techniken vertraut bist, so helfen Kapalabhati und Agni Sara dem Feuer wieder auf die Sprünge.

Kräftigende Übungen für den Bauch, aber auch Rücken stärken die Mitte und geben uns Stabilität.

Lege Dich auf den Rücken, nimm einen Block zwischen die Oberschenkel. Falls keiner zur Hand, geht es auch ohne. Stell die Füsse auf, ziehe die Knie zu Dir heran und lasse sie langsam von rechts, nach links sinken. Immer kurz vor dem Boden wieder langsam anheben.

schräge Bauchmuskeln

Komm in den Vierfußstand und hebe jeweils diagonal Arm und Bein und ziehe dich weit auseinander. Halte den Bauch stabil und ziehe jeweils Knie und Ellbogen unter dir zusammen.

Halte im Sonnengruß die Planke mal für ein paar Atemzüge und spüre die Kraft in der Körpermitte.

Nährendes Essen

Gerade im Sommer essen wir oft rohe, kalte Speisen. Wir essen unregelmässiger und mehr vielleicht, weil die Verlockungen auf Straßenfesten oder beim Grillen groß sind und die Eisdiele liegt auch noch so geschickt auf dem Weg.

Im Sommer ist jedoch unser Verdauungsfeuer (Agni) am schwächsten. Auch wenn man es nicht denken mag. Wenn wir nun permanent kalte Salate, Eis, etc. essen kann es sein, dass wir dieses Feuer noch weiter schwächen. Natürlich gilt das nicht für alle und jede Konstitution ist individuell.

Gekochte, warme Mahlzeiten sind wesentlich bekömmlicher und leichter zu verdauen. Und eine Suppe ist schnell zubereitet. Reisnudeln, Kartoffeln, Zucchini, Kokosmilch, scharfer Currypaste etc. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Die Gewürze und die Wärme geben ein wohliges, zufriedenes Gefühl im Bauch. Okay, das war jetzt heute, weil es draussen wirklich eklig und regnerisch ist. Aber auch als Thai-Curry, oder auch mal nur in der Pfanne angebraten oder aus dem Backofen oder gedünstet wird Gemüse, gerade abends wesentlich bekömmlicher (oder auch vom Grill). Mediterran oder asiatisch gewürzt. Schnell und lecker.

Thaisuppe

Ein paar Streicheleinheiten

Lavendelöl (z.B. von Weleda) hat eine sehr wohltuende und entspannende Wirkung. Ein paar Tropfen auf den Bauch, mit sanften, kreisenden Bewegungen einmassieren und mit einem Tuch, Decke zudecken und mal ein paar Minuten nichts tun und entspannen. Auch das Smartphone empfehle ich hier ausser Reichweite zu legen, da permanenter Informationsfluss und Reaktionszwänge das Gegenteil von Entspannung bewirken.

Ich freue mich, wenn Dir der ein oder andere Tipp geholfen hat, zum Nachdenken angeregt hat und freue mich über Feedback oder weitere Fragen.

Take care of your Buddha-Belly